Atlas Runa
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About this story

Atlas Runa adapted the traditional Japanese folktale Boy Who Drew Cats into German for language learners.

Boy Who Drew Cats

Boy Who Drew Cats — watercolor illustration of a Japanese boy painting lively cats across temple screens.

Der Junge, der Katzen malte

Ein Bauer hatte mehrere Kinder. Sein jüngster Sohn war klug, aber klein. Die schwere Arbeit auf dem Feld war zu viel für ihn. Der Junge zeichnete lieber. Am liebsten malte er Katzen.
Seine Eltern brachten ihn zu einem Tempel. Dort sollte er bei einem alten Priester lernen. Der Junge fegte den Boden, holte Wasser und hörte dem Priester zu. Doch immer wieder nahm er seinen Pinsel. Bald waren Katzen auf vielen Blättern und Wänden zu sehen.
Der Priester mochte den Jungen. Trotzdem sagte er eines Tages: „Du bist ein guter Junge. Aber du kannst hier nicht bleiben. Du willst immer nur Katzen malen.“
Vor dem Abschied gab der Priester ihm einen seltsamen Rat: „In der Nacht sollst du nicht in einem großen Raum schlafen. Suche einen kleinen Platz.“
Der Junge verstand den Rat nicht. Trotzdem merkte er ihn sich.
Am Abend kam er zu einem anderen Tempel. Die Tür war offen, aber kein Mensch war dort. In diesem Tempel lebte eine Riesenratte. Sie war gefährlich und hielt alle Menschen fern. Der Junge wusste nichts von der Riesenratte.
Er rief nach einem Priester. Niemand antwortete. Draußen wurde es dunkel. Deshalb blieb der Junge im Tempel.
An den Wänden hing weißes Papier. Der Junge nahm seinen Pinsel und malte Katzen. Er malte kleine Katzen und große Katzen. Einige Katzen standen, andere sprangen. Danach war der Junge müde.
Zuerst wollte er auf dem Boden der großen Halle schlafen. Dann dachte er an die Warnung: kein großer Raum in der Nacht.
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In der Wand sah er einen kleinen Schrank. Er öffnete ihn und kroch hinein. Im Schrank war gerade genug Platz für ihn. Er schloss die Tür und schlief ein.
Mitten in der Nacht wachte der Junge auf. In der Halle hörte er die Riesenratte. Sie schrie und lief über den Boden. Dann hörte er Kratzen und einen langen Kampf.
Der Junge hatte große Angst. Er blieb im Schrank. Er öffnete die Tür nicht.
Am Morgen war alles still. Der Junge wartete noch eine Weile. Dann kam er langsam aus dem Schrank.
In der Halle lag die tote Riesenratte. Neben ihr war kein Mensch und keine echte Katze. Der Junge sah zu seinen Bildern. Die Mäuler der gemalten Katzen waren rot.
Nun verstand er: Seine Katzen kämpften in der Nacht gegen die Riesenratte. Der kleine Schrank schützte ihn während des Kampfes.
Die Riesenratte war fort. Deshalb kamen die Menschen in den Tempel zurück. Der Junge malte weiter. Später wurde er für seine Katzenbilder bekannt.

Comprehension Quiz

Welchen Rat gibt der alte Priester dem Jungen?

Wo schläft der Junge im anderen Tempel?

Was sieht der Junge am Morgen?

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