Jingwei füllt das Meer
Der Kaiser Yan hat eine junge Tochter. Das Mädchen liebt die Natur und will neue Orte sehen. Eines Tages fährt sie mit einem kleinen Boot auf das östliche Meer.
Am Morgen ist das Wasser ruhig. Doch später kommt ein starker Sturm. Hohe Wellen treffen das kleine Boot. Das Boot fällt um, und das Mädchen kann nicht nach Hause zurückkehren.
Nach ihrem Tod wird sie zu einem kleinen Vogel. Der Vogel heißt Jingwei. Er hat einen hellen Schnabel und lebt in den Bergen im Westen.
Jingwei denkt an das Meer. Es hat ihr Leben genommen. Vielleicht bringt es auch andere Menschen in Gefahr. Deshalb will der kleine Vogel das Meer füllen.
Jeden Morgen nimmt Jingwei einen kleinen Zweig in den Schnabel. Sie fliegt von den Bergen bis zum Meer und lässt den Zweig ins Wasser fallen. Dann fliegt sie zurück. Später bringt sie einen kleinen Stein. Auch den Stein wirft sie ins Meer.
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Das Meer sieht den Vogel und lacht. „Ich bin sehr groß“, sagt es. „Du bist nur ein kleiner Vogel. Du kannst mich nie füllen.“
Jingwei antwortet: „Dann fliege ich jeden Tag. Ich höre nicht auf.“
Sie fliegt wieder zu den Bergen. Am nächsten Tag bringt sie noch einen Zweig. Danach kommt sie mit einem Stein zurück. Der Weg ist lang, und der Wind ist oft stark. Trotzdem fliegt Jingwei weiter.
Das Meer ist nach einem Tag nicht voll. Auch nach vielen Tagen ist es noch groß. Aber Jingwei macht immer weiter. Menschen sehen ihre langen Flüge. Sie erzählen von dem kleinen Vogel, der vor einer sehr großen Aufgabe keine Angst hat.
Comprehension Quiz
Was geschieht mit dem Mädchen auf dem Meer?
Was trägt Jingwei zum Meer?
Wie reagiert Jingwei, als das Meer über sie lacht?
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