Das Zauberkissen
Ein armer junger Mann machte in einem Gasthaus Pause. Der Wirt stellte einen Topf mit Reis auf das Feuer. Neben dem jungen Mann saß ein alter Reisender.
„Ich habe kein Geld und keine wichtige Arbeit“, sagte der junge Mann. „Ich möchte ein großes Haus und ein besseres Leben.“
Der alte Reisende nahm ein Kissen aus seiner Tasche. „Du bist müde“, sagte er. „Schlaf ein wenig auf diesem Kissen.“
Der junge Mann legte den Kopf auf das Kissen und schlief sofort ein.
Im Traum begann er in einem großen Haus zu arbeiten. Jeden Morgen schrieb er Briefe für seinen Herrn. Er arbeitete schnell und machte nur wenige Fehler. Deshalb bekam er bald mehr Geld und ein eigenes Zimmer.
Später heiratete er eine freundliche Frau. Sie zogen in ein schönes Haus und bekamen zwei Kinder. Am Abend saßen sie zusammen am Tisch. Die Kinder erzählten vom Tag, und ihr Vater brachte ihnen kleine Geschenke mit.
Der Mann arbeitete weiter. Nun leitete er viele andere Arbeiter. Vor seiner Tür warteten Menschen mit Briefen und Fragen. Er trug teure Kleidung, doch er kam oft spät nach Hause. Manchmal schliefen seine Kinder schon, wenn er sie sehen wollte.
Eines Tages erzählte ein neidischer Mann eine Lüge über ihn. Soldaten kamen in sein Haus. Sie nahmen seine Papiere und sein Geld mit. Der Mann verlor seine Arbeit. Seine Familie musste in ein kleines, kaltes Zimmer ziehen.
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Nun suchte er jeden Tag nach Essen und Arbeit. Seine Frau verkaufte ihre schönen Kleider. Die Kinder fragten, wann sie wieder nach Hause konnten. Der Mann konnte ihnen keine Antwort geben.
Nach langer Zeit fand ein Arbeiter einen wichtigen Brief. Der Brief zeigte, dass der neidische Mann gelogen hatte. Der junge Mann bekam seine Arbeit und sein Haus zurück.
Viele Jahre vergingen. Seine Kinder wurden erwachsen und verließen das Haus. Der Mann wurde alt und krank. Seine Frau und seine Kinder saßen an seinem Bett. Er schloss die Augen und dachte, sein langes Leben sei zu Ende.
Plötzlich wachte er im Gasthaus auf. Der alte Reisende saß noch neben ihm. Der Wirt rührte noch im Topf. Der Reis war noch nicht fertig. Nur wenige Minuten waren vergangen.
„War das große Haus genug?“, fragte der alte Reisende.
Der junge Mann dachte an die Arbeit, die Familie, das kalte Zimmer und die Rückkehr. Dann stand er auf. „Ich will arbeiten“, sagte er. „Aber zuerst gehe ich nach Hause und esse mit meiner Familie.“ Er dankte dem Alten und setzte seine Reise fort.
Comprehension Quiz
Was passiert, während der junge Mann auf dem Kissen schläft?
Warum verliert der Mann im Traum seine Arbeit?
Was ist nach dem Aufwachen noch nicht fertig?




